Mittwoch, 22. Dezember 2010

[Review] Mikrowellenbackformen von yomoy.de

Wie viele andere Blogger auch, habe ich bei der Testaktion von Yomoy.de mitgemacht.
Dabei durfte man sich ein Produkt zum testen aussuchen, einzige Bedingung ist der Testbericht.

Yomoy ist ein Geschenkeshop, der sich selbst als "Gadgetparadies" bezeichnet. Von Deko über XXL-Gummiebärchen bis hin zu Technik(zubehör) gibt es hier alles zu kaufen. Es gibt auch einen "Geschenkegenerator", in dem man Alter, Geschlecht und Preisklasse angeben kann, um das richtige zu finden.
Man kann noch bis zum 23.12. 13:00 Uhr bestellen, damit die Geschenke noch pünktlich zu Weihnachten kommen.
Es gibt auch eine spezielle Weihnachtskategorie. Einen Blog hat yomoy ebenfalls.

Der Bestellvorgang verlief bei mir Reibungslos, das Päckchen war schnell und unversehrt da. Allerdings musste ich ja auch nichts bezahlen, sondern habe einen Gutscheincode bekommen. Deshalb kann ich nichts zum Zahlvorgang und der Schnelligkeit sagen.

Ausgesucht habe ich mir Mikrowellenbackformen aus Silikon. Enthalten sind 7 Stück, der Preis beträgt 14,50€ plus Versand (normal 4,90€). Im Moment sind nur noch 9 Stück auf Lager! kann ich das Produkt nicht mehr auf yomoy.de finden, es ist scheinbar ausverkauft.
Die Aufschrift verspricht "Bake cakes in seconds", also "Backe Kuchen in Sekunden". Seltsamer weise wird im Shop beschrieben, dass man "Kekse" backen soll :D


Die Backformen sind total cool verpackt, vom ersten Anblick war ich also begeistert!
Man bekommt nämlich eine kleine Mikrowelle, incl. Tür die man öffnen kann.





Die Anleitung ist nur auf Englisch geschrieben! Meiner Meinung nach ein Manko, da ja nicht alle, die man beschenken möchte, des Englischen mächtig sind.
Immerhin sind alle Mengenangaben in deutschen Einheiten, also Gramm angegeben. Sonst würde noch lästiges umrechnen hinzu kommen.
Leider befindet sich ein Rechtschreibfehler im Rezept: Statt "self raising flour" steht dort "flower". Man soll also eine Blume mit einbacken? Sehr interessant :D

Da sind wir auch schon beim nächsten Problem: "self rising flour"- was ist das? Man kann es als "Selbst hochgehendes Mehl" bezeichnen. In Deutschland gibt es das aber nicht zu kaufen!
Somit musste ich mich in diversen Kochforen erst mal schlau machen. Es handelt sich um Mehl, in das bereits Backpulver gegeben wurde, in England beispielsweise gibt es das fertig zu kaufen. Ich habe folgendes Rezept für "Self Raising Flour" gefunden & benutzt:
500g Mehl
1 Tütchen Backpulver
1 Prise Salz
1 Prise Natron

Wer möchte kann das Natron auch weglassen, habe ich gelesen. Für 14 Küchlein braucht man allerdings nur 100g Mehl. Deshalb habe ich mir einfach eine Mehlmischung gemacht und bewahre diese nun in einer Dose auf (hält sich ja ewig).


Ich habe einfach nach Rezept gearbeitet und meine Zutaten in einer Schüssel mit dem Handrührer zu einem Teig verrührt:



 Bevor man die Silikonformen füllt, soll man sie noch etwas einfetten. In den USA hätte ich da einfach zum "cooking spray" gegriffen (was es in Deutschland ebenfalls nicht gibt- falls doch, klärt mich bitte auf!!!), hier musste die gute alte Butter herhalten.
Im Nachhinein bin ich aber der Meinung, dass man das einfetten weg lassen kann- die Kuchen lassen sich auch so gut aus der Form lösen, aber dazu später.
Man soll die Silikonformen nur 1cm (!) mit Teig befüllen. Das sollte man auch nicht anders tun, denn der Teig geht beim "backen" wirklich wahnsinnig hoch!


Anschließend stellt man die Formen in die Mikrowelle. Bei einem 800 Watt Gerät soll die Zeit für alle 7 (!!!!) Formen 5 min betragen, wenn sie gleichzeitig in die Mikrowelle gestellt werden.
Backt man weniger Formen rein, reduziert sich auch die Zeit! Bei einer Form sind es dann 30sek-1min (laut Packung).

Ich habe leider den großen Fehler gemacht, dies zu übersehen und habe meine ersten 2 Förmchen zum testen in die Mikrowelle gepackt. Nach 3 Minuten roch es verbrannt, plötzlich kam Rauch aus allen Fugen des Gerätes geschossen! Ich drückte so schnell es ging auf den Stop-Knopf, doch als ich die Tür öffnete war vor lauter Rauch nichts mehr zu sehen! Es war wirklich krass, ich hab schon fast mit einer Rauchvergiftung gerechnet oO Am nächsten Tag roch die Küche natürlich noch entsprechend :(

Das verbrannte Ergebnis sah dann so aus:


ABER das war ja eindeutig meine Schuld- wer lesen kann ist klar im Vorteil!

Bei den folgenden Versuchen war ich entsprechend vorsichtig. Es hat dann auch alles geklappt, aber es ist echt blod, dass man nicht einschätzen kann, wann die Kuchen fertig sind. Auch wenn man in die Mikrowelle schaut, kann man nicht sehen, ob der Teig schon "durch" ist.

Das Ergebnis ist zwar essbar, aber nicht sonderlich hübsch. Denn: es bilden sich Bläschen und von unten richtige Löcher im Kuchen... Mit Deko, also Puderzucker oder ähnlichem wird es aber wohl gehen ;)

von unten
Die Kuchen schmecken ganz gut, aber es ist ganz sicher nicht der beste Schoko-Kuchen, den ich je gegessen habe!

Was mich insgesamt am meisten stört, ist die Vermarktung- Bake cakes in seconds! suggeriert eindeutig ein schnelles zubereiten von Kuchen. Das ist aber definitiv nicht der Fall! Das einzige was man spart, ist die Backzeit! Doch da man einen ganz normalen -zwar einfachen- Teig anrühren muss, und keine fertige Backmischung hat, ist man nicht wirklich schnell. Und der Abwasch muss trotzdem gemacht werden- das könnte man normalerweise während der Backzeit erledigen.
Außerdem bin ich lieber die ganze Zeit dabei, und beobachte meine Mikrowelle. Auch das klaut Zeit. Wenn mein Kuchen im Ofen ist habe ich mehr Ruhe und Vertrauen ;)

Zusammenfassung:
 Pro:
-witzige Verpackung,
-Kuchen die man zu Zahlen anordnen kann
-es (also Backen in der Mikrowelle) funktioniert

Kontra:
-man spart kaum Zeit
-Stücken sind etwas unansehnlich
- nur englische Anleitung
- Problem Mehl

Fazit: eine witzige Idee, die auch funktioniert, aber leider niemand braucht. -Es sei denn, man besitzt keinen Ofen und möchte backen.
Ich mag meinen Ofen lieber, bin mir aber trotzdem recht sicher, dass ich diese Kuchen nochmal machen werde, weil es irgendwie Spaß macht :)

Kommentare:

  1. Also ich hab diese Mikrowellenkuchen Idee auch schon ausprobiert, aber was mich extrem stört ist diese Gummi-Konsistenz und schmecken tuts auch irgendwie seltsam :(

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  2. ja, da hast du Recht. Ich dachte bei mir liegt das daran, dass ich mich nicht mehr getraut habe, sie länger in der Mikrowelle zu lassen...
    Die verbrannten waren alles andere als Gummi, sondern eher wie ein Stein :D

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